Aktuelles

Arbeitsrecht: Urlaubsansprüche gehen bei durchgehender Arbeitsunfähigkeit spätestens 15 Monate nach Ende des Urlaubsjahres unter

LAG Baden-Württemberg vom 21.12.2011 – 10 Sa 19/11.

Das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg hat soeben entschieden, dass Urlaubsansprüche bei durchgehender Arbeitsunfähigkeit spätestens 15 Monate nach Ende des Urlaubsjahres untergehen und bei einer späteren Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht abzu

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Abschluss von befristeten Anstellungsverträgen erheblich erleichtert

Bundesarbeitsgericht (BAG) vom 06.04.2011, Az.: 7 AZR 716 / 09

Ein befristetes Anstellungsverhältnis darf ohne Vorliegen eines Sachgrundes jetzt auch dann abgeschlossen werden, wenn der Arbeitnehmer in der Vergangenheit schon einmal für das Unternehmen tätig war; diese Vorbeschäftigung muss nur länger als drei Jahre zurückliegen.

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Arbeitsrecht: Geschlechtsspezifische Benachteiligung wegen Schwangerschaft bei einer Stellenbesetzung

Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom 27. Januar 2011 - 8 AZR 483/09

Bewirbt sich eine schwangere Arbeitnehmerin um eine Stelle und besetzt der Arbeitgeber, dem die Schwangerschaft bekannt ist, diese Stelle mit einem Mann, so hat die Arbeitnehmerin eine geschlechtsspezifische Benachteiligung dann glaubhaft gemacht, wenn sie außer der Schwangerschaft weitere Tatsachen vorträgt, welche eine Benachteiligung wegen ihres Geschlechts vermuten lassen. An diesen weiteren Tatsachenvortrag sind keine strengen Anforderungen zu stellen.

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Arbeitsrecht: Fristlose Kündigung eines EDV-Administrators wegen Überschreitung seiner Zugangs- und Nutzungsrechte

Landesarbeitsgerichts (LAG) Köln vom 14.05.2010 - 4 Sa 1257/09

Ein EDV-Administrator darf seine Zugangsrechte nur für seine Aufgaben nutzen, die der Funktion des Computersystems dienen. Er darf nicht außerhalb dieser Aufgaben Inhalte fremder Datenbestände einsehen

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Fristlos entlassen, weil ein Soldat sein Mittagessen für 2,70 Euro nicht bezahlt hatte / Verwaltungsgericht Koblenz hebt Entlassung des Soldaten auf

Verwaltungsgerichts (VG) Koblenz vom 28. September 2010, Az.: 2 K 339/10

Das Verwaltungsgericht Koblenz hat die fristlose Entlassung eines Soldaten aufgehoben, dem vorgeworfen wird, ein Mittagessen in der Kaserne nicht bezahlt zu haben. Die Entlassung sei weder aus Gründen der militärischen Ordnung noch wegen des Ansehens der Bundeswehr gerechtfertigt.

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Arbeitsrecht: Entgeltsteigerung aufgrund von Tätigkeitszeiten als Arzt im Praktikum (AiP) ?

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 23. September 2009 - 4 AZR 382/08

Der Tarifvertrag für Ärztinnen und Ärzte an Universitätskliniken, der von der Tarifgemeinschaft deutscher Länder mit dem Marburger Bund abgeschlossen worden ist (TV-Ärzte/TdL), sieht für Ärztinnen und Ärzte eine Eingruppierung in fünf Entgeltgruppen mit jeweils mehreren Entgeltstufen vor. Der Stufenaufstieg innerhalb einer Entgeltgruppe erfolgt nach den „Zeiten ärztlicher Tätigkeit“.

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Verkehrsrecht: Schadensersatzanspruchsklausel bei Gebrauchtwagenverkauf

Bundesgerichtshof vom 14.04.2010 - VIII ZR 263/09

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat heute eine Vertragsklausel in einem Auto-Kaufvertrag für wirksam erklärt, durch die der Schadensersatzanspruch der Fahrzeughändlerin im Fall der Nichtabnahme des Fahrzeugs auf zehn Prozent des Kaufpreises pauschaliert, dem Käufer aber vorbehalten wird, einen geringeren Schaden nachzuweisen.

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Arbeitsrecht: Erste arbeitsrechtliche Abmahnung im Zusammenhang mit der Aschewolke landet vor dem Arbeitsgericht

Die Aschewolke ist gerade eben erst verzogen, schon müssen sich die Arbeitsgerichte damit befassen. Arbeitsgericht Krefeld, 1 Ca 1231/10

Arbeitsrecht - Vor dem Arbeitsgericht Krefeld hätte am Dienstag, den 08.06.2010, ein Gütetermin statt finden sollen, in dem unter anderem über eine Abmahnung verhandelt werden sollte. Der Termin wurde zwar wegen Klagerücknahme aufgehoben, ist im Hinblick auf den Sachverhalt berichtenswert, da er eine erhebliche Anzahl von Arbeitnehmern betreffen könnte. Nachfolgender Sachverhalt lag der Klage zugrunde:

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Dialysearzt darf Patienten nicht mehr als die tatsächlichen Fahrtkosten "erstatten"

LG Hannover vom 22.03.2010

Mit Beschluss hat das LG Hannover im Wege einer einstweiligen Verfügung untersagt, dass ein Dialysearzt seinen Patienten eine "Erstattung" zahlt, die mehr als die tatsächlichen Fahrtkosten beträgt. Dies sei unlauterer Wettbewerb und ein Verstoß gegen die Berufsordnung der Ärztekammer Niedersachsen sowie das Heilmittelwerbegesetz.

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Selbständig oder Scheinselbständig?

Beschäftigen Sie auch freie Mitarbeiter oder sind selbst als freier Mitarbeiter tätig? Echte freie Mitarbeiter sind grundsätzlich nicht sozialversicherungspflichtig – das unterscheidet sie von Arbeitnehmern. Auch Sozialversicherungsträger sind an dem genauen Status der Beschäftigten interessiert. Aufgrund dieser Zuordnung entscheidet sich, ob jemand Sozialversicherungsbeiträge bezahlen muss oder nicht.

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